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Auslandsdividenden – Erleichtertes Verfahren in Aussicht

700 Millionen Euro verlieren deutsche Anleger pro Jahr, weil sie zu viel gezahlte Steuern auf Auslandsdividenden nicht zurückholen. Der Hintergrund ist, dass das Erstattungsverfahren teilweise zu kompliziert ist oder die Staaten die zu viel bezahlten Beträge nicht an die Anleger ausschütten.

Hier soll sich eine positive Änderung ergeben. So soll die Erstattung von im EU- Ausland zu viel gezahlter Quellensteuer auf die Dividenden einfacher werden. Dies ist das Ziel der EU-Kommission. Ob es schon 2018 klappen wird, ist allerdings fraglich.

Bislang kommt es in den meisten Fällen zu einer Doppelbesteuerung, wenn Gewinnausschüttungen aus dem Ausland nach Deutschland transferiert werden. Die EU-Kommission will neue Quellensteuer-Leitlinien herausgeben, die das bisherige System mit bessern Erstattungsverfahren deutlich vereinfachen sollen. Dass es sich hierbei nicht um Kleinigkeiten handelt, wird deutlich, wenn man weiß, dass die Anleger EU-weit jährlich 8,4 Milliarden Euro an nicht rückerstatteter Quellensteuer verlieren. In den meisten europäischen Ländern zahlen die Anleger eine Quellensteuer, die über der heimischen Abgeltungsteuer liegt. Nur Großbritannien ist großzügig und hat einen Quellensteuersatz von Null.

Siehe ausführlich in: Focus Money Nr. 3/2018, S. 66 f. 20/2/201

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